Trend Karo – gar nicht kleinkariert!

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Die Mode zeigt Ecken und Kanten und das im besten Sinne: Am Karo-Trend kommt derzeit niemand vorbei. Als Blazer, Mantel, Rock, Kleid oder Accessoire – die Karos sind überall. Wer modisch mithalten will, sollte mindestens eines dieser karierten Teile im Schrank haben. Und oft herausholen! Denn ob trendig, seriös oder lässig, Karo geht immer!

Styling-Tipps: Keine Angst vor Muster

Glenchek, Pepita, Hahnentritt oder Schottenmuster – Karo kann ganz unterschiedlich wirken. In welchem Muster auch immer, die angesagten Karo-Designs lassen sich ganz einfach stylen.

  • Karos für jede Frau: Wer Blazer, Mantel, Hose oder Rock im Karo-Design zum sonst schlichten Outfit kombiniert, ist modisch auf der sicheren Seite
  • Styling fürs Büro: Mit dunkler Hose, heller Bluse und Pumps wird ein Karoblazer bürotauglich. Auch ein einfarbiges Kleid oder ein feiner Strickpullover passen darunter.
  • Perfekte Partner: Für ein lässiges Outfit sind Denim und Karomuster ein perfektes Fashion-Duo: Der Karoblazer zur Jeans kommt ebenso gut wie die Jeansjacke zur Karohose.
  • Auch als Kleid gut: Ein Kleid im Karomuster ist Hingucker genug. Als Obendrüber darf es eine unifarbene Jacke sein.
  • Accessoires bringen Farbe: Hält sich das Karomuster auf Blazer, Hose oder Rock farblich zurück, können die Accessoires wie Gürtel, Handtasche und Schuhe Farbe ins Spiel bringen
  • Anzüge ganz feminin: Bei Anzügen im Karodesign nehmen High Heels und kleinere Handtaschen die maskuline Strenge. Aber auch Sneaker können dazu kombiniert werden.
  • Karo all over: Modefans, die von Karos nicht genug bekommen, kombinieren zwei verschiedene Mustergrößen. Das bietet sich besonders bei Teilen aus Glenchek an. Dabei wird zum Beispiel eine größer karierte Jacke mit einer kleiner karierten Hose getragen – oder andersherum.
  • Karierte Accessoires: Der All-over-Karo-Look ist zwar absolut angesagt. Wem das aber zu kariert daherkommt, kann mit einer abgespeckten Variante genauso up to date sein: Dann übernehmen farblich passende Accessoires im Karo-Design die Rolle des modischen Partners.
  • Mutiger Mustermix: Unerschrockene Karo-Liebhaber setzen auf Karo im Mustermix: Sie kombinieren die Teile zu Animal-Prints, Streifen, Blumen oder anderen grafischen Mustern. Damit der Look nicht nach Kleiderschrank-Fehlgriff aussieht, sollten alle Designs zur gleichen Farbfamilie gehören.
     

Karomuster mit Tradition

  • Glencheck – wenn Karos auf Karos treffen
    Bei diesem gewebten oder auch gestrickten Muster treffen feine Karos auf gröbere Karos in einer Kontrastfarbe. Das traditionelle Design hat seinen Ursprung in den schottischen Highlands, wo es zuerst von den Adligen getragen wurde. Meist sind Glencheck-Muster in dezenten Farben wie Grau, Braun und Beige gehalten. Mit dem Einzug in die Damenmode sind aber auch kräftigere Farben zu finden.
    Glencheck-Sakkos hängen schon seit Jahrzehnten in den Kleiderschränken der Männer. Die Anschaffung lohnt sich auch für Frauen: Das Muster zeigt sich ausgesprochen vielseitig. Richtig kombiniert kann es elegant, sportlich oder bürotauglich getragen werden.
     
  • Tartanmuster – nicht nur für Schotten
    Als Tartan werden die bekannte Schottenmuster bezeichnet. Typisch sind die ineinander übergehenden und sich überlagernden Kästchen in mehreren bunten Farben mit unzähligen Varianten. Kleidung im Tartan-Muster wirkt aufgrund der speziellen Webtechnik oft recht bunt, aber dank des symmetrischen Musters in sich stimmig.
     
  • Hahnentritt und Pepita – klassisch mit Zacken
    Das Hahnentrittmuster gehört zu den Klassikern in der Mode: Seinen Namen trägt es wegen der charakteristischen Zacken, die an Krallenspuren von Hähnen erinnern. Klassisch wird der Stoff mit größeren oder kleineren Elementen in Schwarz und Weiß gewebt. Vertreten sind aber auch viele weitere Farbkombinationen. Der Unterschied zum ähnlichen Pepita-Muster: Bei diesem verlaufen die Verbindungen zwischen den einzelnen Karo-Feldern diagonal.
     
  • Vichykaro – schon von Audrey Hepburn geliebt
    Unter Vichykaro, Bauernkaro oder Gingham-Karo, so der englische Begriff, wird ein schlichtes, gleichförmiges Muster auf weißem Grund verstanden. Dabei werden Kett- und Schussfäden in abwechselnden, gleich breiten Streifen verwebt.
    Audrey Hepburn trug in den 50er-Jahren kleinkarierte Zigarettenhosen, Brigitte Bardot heiratete 1959 im Vichy-Karo-Kleid und sorgte am Strand von Saint-Tropez durch ihren rosa-weißen Vichy-Muster-Bikini für Aufsehen. Vichykaro hat in der Trachten- und Landhausmode sowie bei Wohntextilien seit Jahrzehnten einen festen Platz. Modemacher zeigen jetzt, wie gut das Design auf Trendteilen aussieht.
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Karos im Trend - Wem steht was?

  • Zierliche Frauen sehen mit kleineren Mustern und nicht allzu groben Materialien am besten aus.
  • Frauen „mit mehr Figur“ können auch größere Muster und derbere Materialien tragen.
  • Zu Frauen mit Gardemaß passen gut großflächige Karos.

Karomuster: Wer hat`s erfunden?
Nein, es waren nicht die Schotten, auch nicht die Schweizer, sondern die Chinesen. Im Reich der Mitte hat man jahrtausendealte Hüte von Jade-Figuren gefunden, die unverkennbar ein Tartan-Muster zeigen. Auf europäischem Boden trugen vermutlich schon die frühen Kelten vor mehr als 2500 Jahren Hosen mit einem Karodesign, wie archäologische Funde im österreichischen Hallstadt-Gräberfeld nahelegen.
Das älteste Fundstück eines „Schottenkaros“, das Falkirk Sett, stammt aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeit. Die Weber schufen das Muster aus der Wolle von hellen und dunklen Schafen. Das Gewebe diente allerdings nicht als Kleidungsstück, sondern als Stopfen für ein Tongefäß. Heute sind die Schotten berühmt für ihre speziellen Tartan-Muster, die jeweils nur von den Angehörigen eines bestimmten Clans getragen werden dürfen.
Modebewusste Karofans jenseits der Highlands haben es da eindeutig besser: Sie dürfen sich aus der riesigen Auswahl an Farben, Formen und Styles ihr kariertes Lieblingsoutfit zusammenstellen.