Sommerstoff Leinen

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„Leinen sei Dank“

Wenn der Sommer langsam seine warmen Strahlen vorausschickt, stellte sich Frau wieder die altbewährte Frage: „Was ziehe ich bei Wärme am besten an?“. Spaghetti-Träger-Tops, kurze Hosen und Zehensandalen sind für die Shopping Tour mit der besten Freundin ideal. Aber fürs Büro? Wohl kaum. Was aber tragen, wenn Vorschriften und Co. den Kleiderstil auf knie- und schulterbedeckend Länge einschränken? Dann heißt unsere Rettung Leinen! Nein, nicht altbacken und ökomäßig, sondern modern und stilsicher. Alles Wichtige zur Herkunft, Qualität und Pflege des edlen Sommerstoffs erfahren Sie hier.

Ein Stoff mit Geschichte

Leinen ist eines der ältesten Textilgewebe der Welt und wird auch heute noch mit aufwendigen Erntetechniken aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Generell unterscheidet man in Halbleinen und Reinleinen. Aus ersterem werden Textilien hergestellt, die einen Leinenanteil von mindestens 40 % aufweisen und meist mit Baumwolle gemischt werden. Bei Reinleinen ist der Name Programm: Dieses Gewebe besteht zu 100 % aus Flachs. Tipp: Je höher der Leinenanteil, desto edler und wertiger ist das Kleidungsstück, desto anfälliger für Knitter ist es auch. Grund dafür sind die stabilen Fasern, die eine geringe Elastizität zulassen. Die so entstehenden „Edelknitter“ runden die typische Optik des Stoffes allerdings zusätzlich ab. Wer meint „Knitterfalten gehen gar nicht!“, der sollte besser auf ein Leinen-Mischgewebe zurückgreifen.

Sommerluftiges aus 100% Leinen

Was macht Leinen so außerordentlich beliebt?

Der klimatisierende Effekt beim Tragen von Leinenkleidung und die besonders gute Luftdurchlässigkeit, die die Haut tagsüber atmen lässt und in den Abendstunden hingegen Wärme spendet, sind dafür verantwortlich, dass Leinen-Outfits weder im Urlaubskoffer noch im sommerlich aufgeheizten Büro fehlen dürfen. Die Leinenfasern sind von Natur aus sehr dicht, sodass sie Schmutz und Staub abweisen. Außerdem lädt sich das Gewebe nicht elektrostatisch auf. Auch Allergiker schätzen Flachs, da er kaum allergen ist.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Auch wenn Leinen kochfest ist, kann es dennoch seine Form verlieren. Für einen längeren Tragespaß des Kleidungsstücks empfiehlt sich daher ein Waschgang unter 60° C für Reinleinen und 40° C bei Mischgeweben. Flachs ist scheuer- und abriebsempfindlich, deshalb: einzeln waschen bzw. nur mit reduzierter Schleuderumdrehung waschen oder gar per Hand „baden“. Beim Bügeln gilt: Ordentlich „Dampf“ ist ausdrücklich erwünscht, verbunden mit hohen Temperaturen, aber nur wenn das Kleidungsstück bereits vollständig trocknet ist. Der Wäschetrockner könnte ihrem Leinen-Liebling schaden, daher eher luftrocknen.